Montag

Nachdenkliches - nicht nur für Händler

Als Selbstständige schreiben wir die Unabhängigkeit ganz groß.
Es ist aber der Individualismus eines Jeden,
der die Selbstständigkeit am meisten gefährdet.





( Dr. Michel-Edouard Leclerc, französischer Handelsmanager)

1 Kommentare:

Am 14:20 achriebBlogger Kurt:

Der Sinn des hier Gesagten bleibt mir leider verschlossen. Wieso soll der "Individualismus" die Selbstständigkeit gefährden? Beides korrespondiert doch wohl eher miteinander?

 

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Mittwoch

Eine Geschichte ohne Worte

1 Kommentare:

Am 11:46 achriebBlogger Kurt:

Ein vielsagendes Bild, die junge Dame, umschlungen - nein "vereinnahmt" - von irgeneinem imaginären Druckerzeugnis. Leider kann ich die Buchstaben nicht lesen; ... ist wohl auch nicht wichtig bzw. beabsichtigt (?). Ich hoffe, alle Leser/-innen machen nach dem Studium von dergleichen Zeitschriften stets auch so ein glückliches Gesicht.
Eine Bildmontage, die unendlich viele Interpretationen zuläßt. Bin gespannt, was und vor allem WEM zu diesem Blog noch etwas einfällt.

Frdl., Kurt

 

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Sonntag

Müssen und wollen

Was tun, wenn wir etwas tun müssen, aber nicht wollen?
Heute habe ich ein spannendes, kleines Experiment für Sie. Schreiben Sie doch mal drei Dinge auf,
die Sie tun müssen und zu denen Sie keine Lust haben und
schreiben Sie auch auf, warum Sie es müssen.
Zum Beispiel:
Ich muss zur Arbeit, weil ich sonst kein Geld verdiene.
Ich muss heute zur Elternsprechstunde, damit ich mit der Lehrerin über die Entwicklung meines Kinds sprechen kann.
Ich muss Leistung bringen, damit ich meinen Job behalte.
Müssen, müssen, müssen... das klingt ziemlich nach Zwang, Widerwillen, Pflicht und eben nach etwas, das wir nicht gerne tun. Aber was wäre, wenn Sie die Sätze umdrehen und die Begründung, warum Sie etwas müssen, mit einem "Ich will..." an den Anfang stellen würden?
Zu abstrakt? Dann hier ein wieder Beispiel:
Ich will Geld verdienen, deswegen gehe ich zur Arbeit.
Ich will über die Entwicklung meines Kindes sprechen, deswegen gehe ich zur Elternsprechstunde.
Ich will meinen Job behalten, deswegen werde ich Leistung bringen.
Sie erkennen das Prinzip, oder?
Und nun formulieren Sie jetzt Ihre drei "Ich muss"-Sätze nach diesem Muster um.
Aus "Ich muss noch Blumen für meine Frau besorgen, um ihr eine Freude zum Hochzeitstag zu machen" wird "Ich will meiner Frau eine Freude zum Hochzeitstag machen und will deswegen noch Blumen besorgen".
Und wie fühlen sich die neuen Formulierungen für Sie an? Spüren Sie den Unterschied zwischen dem Zwang des Müssens und der Freiheit des Wollens?
Und Sie haben die Wahl, ob Sie etwas als Zwang oder als Ihre freie Wahl betrachten.
Quelle: Ralf Senftleben http://www.zeit-zu-leben.de/

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Freitag

Eine bemerkenswerte Empfehlung


"Wollen wir vermeiden, dass das Alter zu einer spöttischen Parodie unserer früheren Existenz wird, so gibt es nur eine einzige Lösung, nämlich weiterhin Ziele zu verfolgen, die unserem Leben Sinn verleihen: das hingebungsvolle Tätigsein für Einzelne, für Gruppen oder für eine Sache. Sich in Sozialarbeit und im politischen, geistigen und schöpferischen Bereich zu engagieren. Im Gegensatz zu den Moralisten muss man sich wünschen, auch im hohen Alter noch starke Leidenschaften zu haben, die es uns ersparen, dass wir uns nur mit uns selbst beschäftigen. Das Leben behält einen Wert, solange man durch Liebe, Freundschaft, Empörung oder Mitgefühl am Leben anderer teilnimmt."


Simone de Beauvoir

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Samstag

In memoriam Claus Boysen

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Montag

Fundsache




Als ich diesen Ausspruch gelesen habe, habe ich erst einmal geschmunzelt - das Schmunzeln ist dann aber der Nachdenklichkeit gewichen.


"Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu."
Ödön von Horvath


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Am 09:18 achriebAnonymous Anonym:

... diesen Satz habe ich auch schon einmal gehört - bei genauem Hinhören sogar öfters. Ein aus meiner Sicht sehr guter Denkanstoß.

CJ

 

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Donnerstag

Fundstück mit Zustimmung




"Ich finde das Alter nicht arm an Freuden;
Farben und Quellen dieser Freuden sind nur anders."
Alexander von Humboldt



2 Kommentare:

Am 15:41 achriebBlogger Kurt:

Das mag im 18. Jahrhundert ja wohl so oder ähnlich gewesen sein, wie es in dem Zitat zu lesen ist. Alexander von Humboldt hat insofern für seine Zeit gesprochen. Aber heute ist das doch ein wenig anders, ... auch was die Schlufolgerung betrifft.

Das meint mit vollem Ernst Kurt

 
Am 15:50 achriebBlogger Kurt:

Es muß natürlich richtig "Schlussfolgerung ..." lauten. Bedauerlich, dass es für die abgegebenen Texte kein Korrekturprogramm gibt, um Schreibfehler umgehend berichtigen zu können oder um den Beitrag zu löschen.

Kurt, mit "Denkanstoß"

 

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Samstag

Über "Senioren" die 3.

Als ich diese Bilder zum erste Mal gesehen habe sind mir Tränen der Freude runter gekullert. Recht so, was diese "Senioren" mit Ihrem "Ruhestand" machen. Ich sags ja immer: Wo der liebe Gott ein Türchen zumacht, öffnet er woanders ein neues Türchen. Schaun Sie mal hier rein.

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Über "Senioren" die 2.

Es ist doch eigenartig, dass wir für frühe Kindheitsstufen Bezeichnungen wie Babyalter, Kleinkind u.ä. haben. Danach kommen einige Jahre ohne eine namentliche Beschreibung von Altersstufen, Sieht man davon ab, dass man im Sport schon in jungen Jahren in der "Altherrenmannschaft" spielen muss. Heute spricht bei einem Alter von 50+ schon von Senioren.
Es kommen dann also viele,viele Jahre als Senior. Ach wenn man es doch lassen würde niedliche Begriffe (siehe letzten Post) zu finden.

Jeder will alt werden aber keiner alt sein.

Es ist doch auch immer eine Betrachtungsweise - für einen 20jährigen Menschen ist ein 50jähriger halt alt oder besser älter.


Die hohe Kunst des Älterwerdens von Anselm Grün hat mich sehr inspiriert, über das Hinnehmen des Älterwerdens nachzudenken. Das Buch ist sehr empfehlungswert und hört auf mit verniedlichen Bezeichnungen .



Zum Buch hier clicken.

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Am 14:49 achriebBlogger Kurt:

Ich möchte mich dem Thema mal in einer etwas provokanten Form nähern.

Gibt es doch nach meiner Meinung (bedauerlicherweise) eine Vielzahl "alter Junge" --- wie auch (gottlob) zunehmend mehr "junge Alte". Stellt doch das Lebensalter schon lange kein Kriterium mehr für geistige Kapazität, Vitalität und für die Bereitschaft "Etwas leisten zu wollen" dar.

Sicherlich wird es dazu recht unterschiedliche Ansichten geben. Ich schage vor, uns zu diesem generationsübergreifenden Thema mal auszutauschen, hier oder in einem anderen Blog - auf neutralem Boden - (Peter Lohoff wird´s richten können, denke ich) unvoreingenommen darüber zu diskutieren und vielleicht ja sogar einen "Konsens" zu erzielen.

Freundliche Grüsse, Kurt aus Hamburg

 

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Soll man ältere Menschen Senioren nennen?

Soll man ältere Menschen Senioren nennen?
„Alte“ sagt man nicht, „Senioren“ klingt in vielen Ohren auch nicht besser - wie soll man Menschen nennen, die das 55. oder 60. Lebensjahr überschritten haben? Bereits im Jahr 2003 hat das Seniorenportal Feierabend.de seine Mitglieder im Durchschnittsalter von 60 Jahren gefragt, wie sie bezeichnet werden möchten. Die Reaktionen waren so unterschiedlich wie die Menschen dieser Altersgruppe: Einige orientieren sich an amerikanischen Vorbildern und schlagen etwa „Classicals“, „Knowies“, „Oldies“ und „Goldies“ vor.
Wie wollen Senioren selbst genannt werden? „Wird deutsch in Zukunft total abgeschafft?“ fürchtet eine andere Gruppe, die Anglizismen wie „Silver Surfer“ oder „Best Ager“ gar nicht mag. Ihre Vorschläge reichen von „Unruheständler“ und „Herbstzeitlose“ bis zu „RIA - Rentner im Aufbruch“ und „AA - Agile Alte“. Eine dritte Gruppe findet, dass Alter zum Menschen gehört wie das Jungsein und schlussfolgert „‚Senioren’ find ich gut“. Selbstironie zeigt Gottfried Stanzel (72) aus Wüstenrot mit seinem Vorschlag „Altling“. „Unsere Umfrage zeigte deutlich, dass es hier wie im gesamten Netz nur eine Minderheit ist, die englische Begriffe bevorzugt“, sagt Alexander Wild, Gründer von Feierabend.de. Vorsicht vor Seniorenbezeichnungen!

Mehr zu diesem Thema findet man lesenswert unter einer Webseite für und über Senioren - bitte hier clicken.

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Montag

Gesprächsergebnisse

Mit meinem Freund Ernst führe ich hin und wieder Gespräche, die über den Alltag hinausgehen. Die Erkenntnisse sind immer nachdenkenswert. Nach einem dieser Gespräche stand die Erkenntnis im Raum:

Der Tod soll nicht meine Handlungspläne bestimmen.

Diese Aussage kann Gedanken entwickeln, die aktive, bewußte Lebensgestaltung fördert. Die Reflexion kann den einzelnen Tag aber auch ganze Lebensabschnitte berühren.

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Fundsache



Zitate

Und das soll dann alles gewesen sein -
ein Leben ganz ohne den Wind?
Versorgt und verplant und ohne Idee,
was wir wollen und wer wir sind.
Und das soll dann alles gewesen sein -
probieren, studieren, stolzieren,
um unser Versagen dann irgendwann
etwas besser zu interpretieren?
Und das soll dann alles gewesen sein -
Glück und Tränen verflogen?
Einsilbig alles zu Ende gedacht
und um Ewigkeiten betrogen.
(Konstantin Wecker: Und das soll dann alles gewesen sein)





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Mittwoch

Worte des DALAI LAMA


Seine Heiligkeit sprach im Juli vor Zehntausenden Besuchern am Hamburger Rothenbaum.
Er sagte erstaunliche Sätze wie diesen:

"Wenn Sie eine Religion haben, ist das großartig. Wenn nicht, ist es auch okay.

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Das Leben in "der Zeit danach"

Als ich mir heute bei einem Arztbesuch die Wartezeit vertrieben habe, bin ich bei folgender Passage eines Buches zum Nachdenken gekommen und vielleicht hilft es auch den Lesern, die es jetzt schon betrifft, oder bald betreffen wird.

Zitat: "Die Zeit der Pensionierung ist die Zeit der geistigen Hochblüte für jeden Menschen. Jetzt steht er am Gipfel seiner Entwicklung und hat endlich für die wichtigen Dinge in seinem Leben die Zeit. Jetzt ist der Mensch frei und kann seine Persönlichkeit vollkommen zur Entfaltung bringen......

.......beginne aber nicht erst einen Tag vor der Pensionierung darüber nachzudenken".

Nun - es ist vielleicht nicht leicht, auf Anhieb diesen Gedanken zu folgen aber lohnenswert immer.
Ich bin gesprächsbereit.

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Samstag

Anregungen zum neuen Jahr

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd.
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen.
Je üppiger die Pläne blühen,
um so verzwickter ist die Tat.
Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat!
Es nützt nicht viel sich, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß,
sich tausend Dinge vorzunehmen.
Laßt das Programm! Und bessert euch drauflos!
Erich Kästner aus einer e-mail von Claus Boysen

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Dienstag

Über die Wahrheit

Wir empfangen die Wahrheit nicht,
wir müssen sie für uns selbst entdecken
nach einer Reise durch die Wildnis,
die niemand uns ersparen kann,
denn unsere Weisheit ist der Standpunkt,
von dem aus wir schließlich die Welt betrachten.


Marcel Proust


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Sonntag

Wie spielt man Frieden?


Der russische Schriftsteller Marschak beobachtete einmal sechs- bis siebenjährige Kinder beim Spiel. "Was spielt ihr?" fragte er sie.
"Wir spielen Krieg", antworteten ihm die Kinder. Daraufhin erklärte ihnen der Schriftsteller: "Wie kann man nur Krieg spielen! Ihr wisst doch sicher, wie schlimm Krieg ist. Ihr solltet lieber Frieden spielen."
"Das ist eine gute Idee", sagten die Kinder. Dann Schweigen, Beratung, Tuscheln, wieder Schweigen. Da trat ein Kind vor und fragte: "Großväterchen, wie spielt man Frieden?"

aus "Kurzgeschichten 1" von Willi Hofsümmer

Wie spielt man Frieden?

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Über die Verantwortung


Wir sind nicht nur verantwortlich für das
was wir tun, sondern auch für das,
was wir widerspruchslos hinnehmen.


Arthur Schopenhauer

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Am 10:05 achriebBlogger Kurt:

... und für das, was wir nicht tun.

Quintessenz: Ich kann einfach "den Schopenhauer" mit diesem Spruch unmöglich "solo" (seit 11.09.2005) alleinlassen. Irgendwer muß sich hier doch für einen Kommentar zuständig (verantwortlich) fühlen.
Kein Fragezeichen !

Kurt aus Hamburg

 

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Montag

Spruch des Tages



Je älter ich werde, desto mehr
höre ich Menschen zu,
die nicht viel reden.





Sir Peter Ustinov

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Sonntag

Spruch des Tages

Älterwerden ist nichts für Feiglinge.

Heinz Corcilius


Diesen Ausspruch meines Freundes aus der Pfalz
versteht nur der, der es verstehen kann.

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Samstag

Ein nachdenkenswertes Gedicht



Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in and're, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten ! Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen! Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewohnheit sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegen senden: des Lebens Ruf an uns wird niemals enden. Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!


Hermann Hesse




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Freitag

Nelson Mandela



Das immer wieder Schwierige im Leben ist nicht so sehr, andere zu beeinflussen und zu ändern - am schwierigsten ist es, sich entsprechend den Bedingungen, mit denen man konfrontiert wird, selbst zu ändern.

Nelson Mandela

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Donnerstag

Abendlied von Matthias Claudius

Der Mond ist aufgegangen,die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar; der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so holt als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. Wir stolze Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel; wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod; und wenn du uns genommen, laß uns in Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch.



hier hören

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